Projekt 4

Abbildung:
Paradigma des Learned Safety von (Kong, Monje, Hirsch, & Pollak, 2014)
Kong, E., Monje, F. J., Hirsch, J., & Pollak, D. D. (2014). Learning not to fear: neural correlates of learned safety. Neuropsychopharmacology, 39(3), 515-527.

Der Einfluss von Sicherheit auf die Schmerzverarbeitung

Der Einfluss von Sicherheit auf die Schmerzverarbeitung
Schmerzwahrnehmung ist multidimensional und wird durch verschiedene Faktoren, wie beispielsweise emotionales Erleben, beeinflusst. Studien zeigen bereits einen abschwächenden Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung durch positive Emotionen. Auf Grund dessen, dass ein Gefühl von Sicherheit in der Regel mit positiven Emotionen einhergeht und eine positive Erwartungshaltung zu einer geringeren Schmerzwahrnehmung führt, sollte Sicherheit gleichermaßen eine Reduktion der Schmerzwahrnehmung erzeugen.
Für die Operationalisierung der Fragestellung, soll das Konstrukt der erlernten Sicherheit (learned safety) genutzt werden. Erlernte Sicherheit ist eine bestimmte Form der konditionierten Unterdrückung, bei welcher die Verhaltensantwort, die durch konditionierte Furcht ausgelöst wurde, reduziert wird. Bei der erlernten Sicherheit handelt es sich um eine negative Korrelation eines neutralen Stimulus (CS) mit einem aversiven Stimulus (US). Der neutrale Stimulus entwickelt die Fähigkeit, Schutz vor aversiven Stimuli vorherzusagen und kann somit die Verhaltensantwort einer Furchtkonditionierung unterdrücken.
Durch das Forschungsvorhaben soll Aufschluss über den Einfluss von Sicherheit auf die Schmerzwahrnehmung gewonnen werden.

Projektbeginn: 1.7.2018