Startseite2018-08-14T10:16:10+00:00

Schmerz als
ganzheitliches Phänomen

Im Promotionsschwerpunkt „Resilienzfaktoren in der Schmerzverarbeitung“ arbeiten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Universitäten Bamberg und Würzburg mit dem Begabtenförderungswerk der evangelischen Landeskirchen, dem Evangelischen Studienwerk, zusammen.

Chronischer Schmerz ist ein Problem von herausragender gesundheitspolitischer, gesellschaftlicher und individueller Bedeutung. Der Promotionsschwerpunkt „Resilienz in der Schmerzverarbeitug“ verfolgt als erstes wichtiges Forschungsziel, durch experimentelle medizinische und psychologische Untersuchungen an Gesunden und Patienten sowie in präklinischen Modellen, neue Erkenntnisse über kognitive und neurobiologische Resilienzfaktoren zu gewinnen, die die Entstehung von Schmerzerkrankungen verhindern können und damit zum Erhalt der Gesundheit beitragen.

Das zweite wichtige Forschungsziel dieses Promotionsschwerpunktes ergibt sich aus der Einsicht, dass dieser eben geschilderte naturwissenschaftliche Zugang zwar weit führen kann, aber dem Leiden der Patienten nie ganz gerecht wird. Wenn Schmerz zur nicht mehr weiter therapierbaren Lebensform wird, ergeben sich Sinnfragen, Selbst- und Orientierungszweifel, die eine theologische Perspektive eröffnen. Diese Perspektive soll in praktisch-theologischen sowie systematisch-theologischen Untersuchungen innerhalb der evangelischen Theologie aufgenommen und bearbeitet werden. Der Promotionsschwerpunkt wird daher die Bestimmung von Interaktionen zwischen Resilienz- und Risikofaktoren aus einer sonst kaum realisierbaren interdisziplinären Perspektive erlauben.

In diesem interdisziplinären  Schwerpunkt wird  durch Veranstaltungen des Schwerpunktes die Perspektive der Promovierenden über die eigene wissenschaftliche Arbeit am konkreten Projekt hinausgehend im Diskurs erweitert.
Neben den biomedizinischen, psychologischen oder theologischen  Fragestellungen  der Projekte wird in der Arbeit des Schwerpunktes Schmerz als ganzheitliches Phänomen, als Getroffensein, das am Körper ansetzen kann, aber die Dimensionen des Subjekts betrifft, in doppelter Perspektive verstanden und bearbeitet.