Projekt 1

Welchen Sinn macht Schmerz für diejenigen, die mit ihm leben müssen?

In den letzten Jahren haben in der psychologischen Schmerztherapie akzeptanzbasierte Therapieverfahren an Bedeutung gewonnen. Der Schmerz soll nicht mehr in erster Linie bekämpft oder gebändigt, sondern achtsam in die eigene Lebensdeutung integriert werden. Damit rückt die Sinndimension von Schmerzverarbeitung und -behandlung verstärkt ins Blickfeld.
Im Vordergrund dieses Projektes steht die Frage, wie die lebensgeschichtlich einschneidende Erfahrung chronischen Schmerzes von Patienten sinnhaft gedeutet wird. Zur Beantwortung sollen theologisch reflektierte und therapeutisch anschlussfähige Perspektiven für eine seelsorgerliche Begleitung von Schmerzpatient/innen entworfen werden.
Methodischer Zugang soll über das von Fritz Schütze entwickelte narrative Interview erfolgen, das sich mit Fokus auf „kognitive Figuren“ im besonderen Maße für die Untersuchung der skizzierten Fragestellung eignet. Es sollen etwa 20-25 solche Interviews mit Schmerzpatient/innen im klinischen Kontext zu Beginn und zu einer späteren Phase der Therapie geführt werden.

Projektbeginn:
Bewerbungstermin: 1.6.2017
vorgesehener Start: 1.1.2018 

Betreuer:
Prof. Dr. Henrik Simojoki

Kooperationspartner:
Prof. Dr. Heinz Streib